Workshopbeschreibung
Künstliche Intelligenz ist im Arbeitsalltag angekommen, oft auch dort, wo es noch keine Regeln, Schulungen oder Leitlinien gibt. Mitarbeitende nutzen KI-Tools für Texte, Recherchen, Kommunikation oder erste Auswertungen. Doch KI ist nicht neutral. Sie lernt aus bestehenden Daten und gesellschaftlichen Mustern und kann Vorurteile, Ausschlüsse und Diskriminierung übernehmen oder verstärken.
Gleichzeitig wird der rechtliche Rahmen verbindlicher. Der EU AI Act verpflichtet Organisationen, die KI einsetzen, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten zu ergreifen. KI-Systeme für Personalauswahl, Beförderung, Leistungsbewertung oder Kündigung gelten als Hochrisiko-KI, die Pflichten dafür greifen nach dem Digital Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Bestimmte Praktiken wie Emotionserkennung am Arbeitsplatz sind bereits verboten. Und unabhängig davon gilt das AGG: Benachteiligt eine KI-gestützte Entscheidung Bewerbende oder Beschäftigte, bleibt die Verantwortung bei der Organisation.
Der Workshop zeigt, wie Bias in KI entsteht, wie diskriminierende Ergebnisse zustande kommen und welche Folgen das für Kommunikation, Recruiting, Talentprozesse und Entscheidungen hat. Im Mittelpunkt steht der praktische Umgang: problematische und stereotype KI-Ausgaben erkennen, diskriminierungssensibel prompten und die richtigen Fragen stellen, bevor ein KI-Tool in HR-Prozesse eingeführt wird. Die Teilnehmenden gehen mit konkreten Prüffragen und ersten Leitplanken für ihre Organisation aus dem Workshop.
Lernziele / Nutzen
• verstehen, warum KI nicht objektiv ist und wie Bias in KI entsteht
• den aktuellen Rechtsrahmen kennen: AI Act nach dem Digital Omnibus und AGG
• problematische KI-Ergebnisse erkennen und diskriminierungssensibel prompten
• Prüffragen für den Einsatz von KI in HR und Organisation anwenden
• erste Schritte für einen verantwortungsvollen und inklusiven KI-Einsatz ableiten
Zielgruppe
HR, People & Culture, Führungskräfte, Diversity-Verantwortliche, Betriebs- und Personalräte, interne Mitarbeitendennetzwerke, Kommunikationsverantwortliche sowie alle, die KI in ihrer Organisation diskriminierungssensibel einsetzen wollen.
Methoden
Kurze Inputs, Praxisbeispiele, Live-Tests mit KI-Tools, Reflexion, Austausch in der Gruppe und eine Prüfliste für den eigenen Arbeitsalltag.
Anzahl der Teilnehmenden
5 - 12 Personen
Kosten
Selbstzahlende: 225 Euro, Firmen & Institutionen: 345 Euro
Alle Preise inkl. der gesetzlich gültigen Umsatzsteuer